Einjährige Fachschule des LLH in Alsfeld verabschiedet Abschlussjahrgang 2026

Alsfeld. Am 27. März 2026 haben 13 Absolventen die einjährige Fachschule des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) erfolgreich abgeschlossen und nahmen in der Fachschule in Alsfeld ihre Zeugnisse entgegen. Mit dem Abschluss als „staatlich geprüfter Wirtschafter der Fachrichtung Landwirtschaft“ eröffnen sich ihnen nun verschiedene Wege: Während ein Teil seine Qualifizierung an benachbarten „Technikerschulen“ fortsetzen möchte, planen andere den Einstieg in die Meister-AG oder setzen das erworbene Wissen zunächst direkt in der Praxis um.
Bestens vorbereitet für künftige Herausforderungen
Der kommissarische Schulleiter, Sebastian Götz, begrüßte die anwesenden Gäste, darunter neben den Lehrkräften zahlreiche Ehrengäste, Eltern, Partnerinnen und Partner. In seiner Eröffnungsrede stellte er die Bedeutung von Pflichtbewusstsein für den weiteren beruflichen Weg der angehenden Landwirte heraus. Neben fundiertem Fachwissen in Pflanzenbau, Tierhaltung, Betriebswirtschaft und Verfahrenstechnik hätten diese insbesondere gelernt, Zusammenhänge zu verstehen und eigenständig Entscheidungen zu treffen. „Sie sind gut ausgebildete Fachkräfte, und man wird von Ihnen erwarten, dass Sie Ihr Wissen fundiert und verantwortungsvoll einsetzen“, merkte Götz an. Mit ihrem Abschluss seien die Absolventen nun bestens darauf vorbereitet, Verantwortung in landwirtschaftlichen Betrieben sowie in Gesellschaft und Berufsstand zu übernehmen und die Zukunft der Landwirtschaft aktiv mitzugestalten.


Landwirtschaft bietet vielfältige Chancen
Michael Ruhl, Staatssekretär im Hessischen Landwirtschaftsministerium, gratulierte den Absolventinnen und Absolventen: „Sie haben die Sommermonate auf den Betrieben gearbeitet und im Winter die Schulbank gedrückt. Dieser Einsatz verdient höchsten Respekt und ich bin Ihnen dafür sehr dankbar. Die Qualifikationen, die Sie jetzt erworben haben, sind die beste Investition in Ihre Zukunft. Denn die hessische Landwirtschaft braucht Sie und Ihre Expertise – zum Wohle Ihrer Betriebe und unserer Gesellschaft.“ Beglückwünscht wurde die Abschlussklasse auch von den weiteren Ehrengästen Katrin Walmanns, kommissarische Leiterin des LLH, Dr. Jens Mischak (Landrat des Vogelsbergkreises), Ralf Pfeiffer (Stadtrat im Magistrat der Stadt Alsfeld), Kreislandwirt Andreas Kornmann und Carsten Geißel (Vorsitzender des VLF Alsfeld). Alle Beiträge machten dabei eines gleichermaßen deutlich: Landwirtin bzw. Landwirt ist ein essenzieller Beruf mit vielfältigen Möglichkeiten.


Projektarbeiten aus Pflanzenbau und Tierhaltung vorgestellt
Weiter wurden zwei Arbeitsprojekte aus der Schulzeit präsentiert: Justus Förster erläuterte seine Untersuchung im elterlichen Bio-Betrieb zum Verfahren ‚Cut & Carry‘ im Kartoffelanbau. Es wurde das Fazit gezogen, dass Klee bzw. Luzerne gegenüber Pferdemist Vorteile bieten, die Ergebnisse jedoch witterungsabhängig sind und weiteres Optimierungspotenzial beim Mulchmaterial besteht. Jan Teves stellte anschließend Entmistungsvarianten in der Pferdehaltung vor. Es zeigte sich, dass beispielsweise die dreiwöchige Matratzenhaltung für den untersuchten Betrieb wirtschaftlich interessant ist, jedoch die betriebsübliche Variante des täglichen Mistens hinsichtlich der Tiergesundheit vorzuziehen bleibt.

Die Jahrgangsbesten Ben Becker, Lukas Hartmann, Jan Teves und Jonas Lichtenfels, mit der kommissarischen Schulleitung Sebastian Götz (l.) und der kommissarischen LLH‑Leiterin Katrin Walmanns (r.). Foto: LLH

Herausragende Leistungen gewürdigt
Nachdem alle Schülerinnen und Schüler der Unterklasse die Halbjahreszeugnisse erhielten, wurden der Oberklasse schließlich die Abschlusszeugnisse überreicht. Nach der feierlichen Übergabe wurden auch die drei Jahrgangsbesten geehrt. Jan Teves aus Colmberg und Jonas Lichtenfels aus Treisbach sind gemeinsam die Jahrgangsbesten, gefolgt von Ben Becker aus Schaafheim und Lukas Hartmann aus Böllstein. Für die Abschlussklasse bedankte sich Klassensprecher Johannes Dechert im Namen aller Absolventen. „Wir sind noch nicht am Ende unseres Lernwegs“, sagte er, „und für einige von uns geht der Weg darüber hinaus noch weiter: Manche streben den Meister an, andere den Techniker – und theoretisch steht uns mit diesem Abschluss sogar der Weg offen, Landwirtschaft an einer Universität zu studieren.“ Damit zeigt sich, dass Lernen und Weiterentwicklung nie enden und die Absolventen mit ihrem Abschluss an der Einjährigen Fachschule in Alsfeld einen soliden Grundstein für ihre weitere Berufsbildung gelegt haben.